Ein architektonisches Meisterwerk

Die (Bergbau)Geschichte Fohnsdorfs ist thematischer Ausgangspunkt für die Grundidee des Gebäudes und soll auf sensible Art und Weise spürbar gemacht werden. So dient das unverwechselbare Erscheinungsbild eines freigewaschenen und erodierten Kohleflözes* – als Konnex zur Bergbautradition des Ortes - als Vorbild für die Hülle der Therme. Dementsprechend ist die Therme als Monolith am Gelände situiert, unter Bedachtnahme auf Geländebewegungen und Topografie, gleichsam aus dem Boden gewachsen.
Im zweiten Schritt bricht die Großform entlang von Achsen, die sich auf die direkte und weitere Umgebung beziehen wie Schloss Gabelhofen, Schlackenhaufen, Grössing und Zirbitzkogel, auf. Die dadurch entstehenden Einschnitte, gleichsam „Spalten“ im Gestein, ermöglichen eine inszenierte Lichtführung, Spannungen zwischen Innen und Außen in wechselnder Wirkung tagsüber als Belichtung und nachts als Beleuchtung.
Der Innenraum kommuniziert mit seiner Umgebung. Öffnungen und Ausblicke werden reduziert, aber ganz bewusst gesetzt. Stein, Holz und Pflanzen runden die Wirkung im Innenraum ab, wobei die harmonischen Wandelgänge entlang des begrünten Atriums zum Verweilen einladen.
* Kohlestück
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